Handschriften

Das Evangeliar Kaiser Ottos III Das Evangeliar Kaiser Ottos III © GNU Free Documentation License

Um die Jahrtausendwende entstanden im Skriptorium des Reichenauer Klosters besonders schmuckvolle Codices. Es waren überwiegend Auftragsarbeiten für Klöster und hochgestellte Persönlichkeiten des Reiches. Zu dieser Zeit besaß die Benedektinerabtei die wohl größte und einflußreicheste Malschule in Europa. Einige Ihrer Werke wurden ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.

 

Das Aachener und das Münchner Evangeliar Ottos III.,

die Bamberger Apokalypse,

der Egbert-Psalter,

der Gero-Codex,

das Perikopenbuch Heinrichs II.,

das Evangeliar aus dem Bamberger Dom,

das Evangelistar aus der Abtei Poussay,

der Codex Egberti sowie

die Handschrift Msc.Bibl.22 der Staatsbibliothek Bamberg.

Memory of the World wurde 1992 von der UNESCO ins Leben gerufen um historisch und kulturell bedeutsame Dokumente weltweit zugänglich zu machen und so vor Zerstörung und Vergessen zu bewahren. Drei der Handschriften befinden sich in der Bayrischen Staatsbibliothek und wurden durch das Münchener DigitalisierungsZentrum (MDZ) der Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht.

Der Reichenau blieb leider keines dieser Kunstwerke erhalten. Die Bücher befinden sich heute in den großen Bibliotheken Europas. Im Museum an der Ergat sind einige Faksimilis ausgestellt.

 

 

 

 

Literatur:

Klosterinsel Reichenau im Bodensee. Arbeitsheft 8. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart

HB Kunstführer "Konstanz und der Bodensee" No. 14

Klosterinsel Reichenau, Kultur und Erbe, Monika Spicker-Beck, Theo Keller, Thorbecke Verlag, Stuttgart